Giebelstadt

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Giebelstadt
Ortstyp Markt
Verwaltungsgemeinschaft Giebelstadt
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Höhe 300 m ü. NN
Fläche 48.06 km²
Einwohner 5369 (2013)
Bevölkerungsdichte 105 Ew./km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 138
Anschrift Marktplatz 3,

97232 Giebelstadt

Telefon 09334-808-0
Telefax 09334-808-41
E-Mail info@giebelstadt.de
Webseite http://www.giebelstadt.de
1. Bürgermeister Helmut Krämer (BB Giebelstadt)

Giebelstadt ist eine Marktgemeinde im Landkreis Würzburg und Verwaltungssitz der Verwaltungsgemeinschaft Giebelstadt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Entdeckung von drei Reihengräberanlagen aus der Zeit der Meowinger belegt, daß die Dörfer Allersheim, Eßfeld und Giebelstadt bereits in dieser Epoche existierten und es dort um 700 auch schon Friedhöfe um die ersten Holzkirchen gab.

In Giebelstadt teilten sich das seit 1792 preußische Fürstentum Ansbach (als Nachfolger der Grafen von Geyer) sowie die Freiherren von Zobel die Herrschaft. Beider Rechte kamen 1806 an das Großherzogtum Würzburg des Erzherzog Ferdinand von Toskana, mit welchem Giebelstadt 1814 an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Kommune.

Mindestens seit dem 18. Jahrhundert waren jüdische Familien im Ort ansässig, welche sich 1799 ihre eigene Synagoge erbauten. Diese wurde beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern verwüstet und 1944 abgerissen, woran eine Gedenktafel im Innenhof des Rathauses erinnert.[1]

1944 wurde von Häftlingen des Konzentrationslagers Flossenbürg auf dem Gebiet der Gemeinde ein Fliegerhorst errichtet, auf dem Kampfverbände stationiert waren.

Vom 1. Juli 2000 war die 12. Heeresfliegerbrigade der United States Army sowie die 69. Air Defense Artillery Patriot) in Giebelstadt stationiert. Nach dem Abzug der US-amerikanischen Truppen ist die Nutzung des Flugplatzes eingestellt worden. Das Gelände ist am 31. Dezember 2006 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgefallen und steht nun zum Verkauf. Nach erfolgreichem Widerstand der Giebelstädter Bevölkerung wurde der Plan, einen Regionalflughafen aufzubauen, vorerst wieder ad acta gelegt.

[Bearbeiten] Politik

  • Die Verwaltungsgemeinschaft Giebelstadt besteht aus den Marktgemeinden Giebelstadt und Bütthard.
  • Bis 2002 wurde die Marktgemeinde Giebelstadt durch den CSU-Bürgermeister Kleinfeld regiert. Nachdem es jahrelang keine ernsthaften Mitbewerber um das Bürgermeisteramt gegeben hatte, gelang es der UWG (Unabhängigen Wählergemeinschaft) mit Paul Merklein ein neues Gesicht zu präsentieren, der auch die Kommunalwahl knapp gewann. Nachdem die Gemeindepolitik viele Jahre lang der Schauplatz für heftige Agitationen und Auseinandersetzungen war, wurde mit Helmut Krämer ein ehemaliges UWG-Gemeinderatsmitglied der Bürgermeisterkandidat der neu gegründeten Bürgerbündnisse. Durch die Ausnutzung des D´Hondtschen Wahlverfahrens und der Aufspaltung auf zwei Listen (Listenverbindung) gelang es den Bündnissen die Mehrheit im Gemeinderat bei der Kommunalwahl 2008 zu erringen. Auch der bisherige Bürgermeister wurde bei dieser Wahl abgelöst.

[Bearbeiten] Bürgermeister

  • Helmut Krämer (Bürgerbündnis Giebelstadt)

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Marktgemeinderat hat 17 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

  • Bürgerbündnis Giebelstadt 7 Sitze
  • Bürgerbündnis Ortsteile 4 Sitze
  • Unabhängige Wählergemeinschaft 5 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Es existieren folgende Gemarkungen:

Außerdem gehören die Einöden Kauzenmühle und Weidenmühle zu Giebelstadt. Zudem gab es früher den Ortsteil Klingholz, der heute Teil von Eßfeld ist.

[Bearbeiten] Wappen

Wappen der Marktgemeinde Giebelstadt

In Blau ein silberner Widderkopf mit goldenem Gehörn. (Siehe auch: Wappen der Geyer von Giebelstadt)

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Theater

  • Kulturverein Giebelstadt [1]

[Bearbeiten] Sehenswertes

[Bearbeiten] Vereine

[Bearbeiten] Freiwillige Feuerwehren

  • Freiwillige Feuerwehr Allersheim
  • Freiwillige Feuerwehr Eßfeld
  • Freiwillige Feuerwehr Euerhausen
  • Freiwillige Feuerwehr Giebelstadt
  • Freiwillige Feuerwehr Herchsheim
  • Freiwillige Feuerwehr Ingolstadt
  • Freiwillige Feuerwehr Sulzdorf

[Bearbeiten] Vereine von A-Z

  • Bürgerverein Allersheim
  • Bürgerverein Eßfeld e.V.
  • Bürgerverein Euerhausen
  • Bürgerverein Herchsheim
  • Bürgerverein Sulzdorf
  • Bürgerverein zur Förderung des Schwimmsports
  • Karnevalsgesellschaft Giebelstadt

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Der Flugplatz wurde während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 für den Transfer zu diversen Spielaustragungsorten genutzt. So flog die Nationalmannschaft von Ghana, welche ihr Quartier in Würzburg während der WM hatte, von Giebelstadt aus zu ihren Spielen. Auch die Nationalmannschaft von Ecuador, welche in Bad Kissingen ihr WM-Quartier hatte, nutzte diese Einrichtung. Der Flugplatz hat eine Zulassung für Maschinen bis zu einem Abfluggewicht von 14 t und ist im Landkreis der größte Flugplatz. Er wird auch häufig von im Landkreis ansässigen Firmen genutzt.

[Bearbeiten] ÖPNV

Buslinie 42 Würzburg-Tauberrettersheim im Verkehrsverbund Mainfranken.

[Bearbeiten] Unternehmen

  • Bavaria Yacht

[Bearbeiten] Bildung

  • Kindergarten Giebelstadt
  • St. Josef Kindergarten - Eßfeld
  • Grundschule Giebelstadt
  • Grundschule Bütthard
  • Hauptschule Gaukönigshofen

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 143

[Bearbeiten] Weblinks

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