Ochsenfurt

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Ochsenfurt
Ortstyp Stadt
Verwaltungsgemeinschaft
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Höhe
Fläche
Einwohner
Bevölkerungsdichte
Gemeindekennzahl
Anschrift Stadt Ochsenfurt

Hauptstraße 42

97199 Ochsenfurt

Telefon 09331/97-0
Telefax 09331/97-52
E-Mail info@ochsenfurt.com
Webseite www.ochsenfurt.de
1. Bürgermeister Rainer Friedrich (CSU)

Ochsenfurt ist eine Stadt im Landkreis Würzburg und liegt im südlichen Maindreieck. Die historische Altstadt verfügt über eine weitgehend erhaltene mittelalterliche Befestigungsanlage mit zahlreichen Türmen und Stadttoren. Ochsenfurt gehörte früher dem Domkapitel in Würzburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Ochsenfurt liegt im südlichen Maindreieck im Landkreis Würzburg in Unterfranken zwischen Würzburg und Kitzingen. Durchflossen wird die Stadt vom Main, sowie einigen kleinen Bächen (u.a. Thierbach). Die Stadt ist von vielen Weinbergen umgeben und liegt im Ochsenfurter Gau.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

[Bearbeiten] Stadtteile

  • Darstadt
Der westlichste Stadtteil, Darstadt (203 Einwohner), wird vom Schafbach durchflossen.
  • Erlach
Der nördlichste Stadtteil von Ochsenfurt ist Erlach.
  • Goßmannsdorf
Westlich von Ochsenfurt am Main liegt Goßmannsdorfund hat Anteil an der Eisenbahnlinie. Goßmannsdorf hat ca. 1100 Einwohner.
  • Hohestadt
Das mit etwa 850 Einwohner bildende Hohestadt liegt südwestlich und nahe der Stadt auf einem Berg.
  • Hopferstadt
Der südlichste Stadtteil von Ochsenfurt ist Hopferstadt und hat 671 Bewohner.
  • Kleinochsenfurt
Bis ins 13. Jahrhundert war Kleinochsenfurt nicht eindeutig von Ochsenfurt getrennt. Das Dorf grenzt direkt an die Stadt. In Kleinochsenfurt leben über 1000 Einwohner. Als örtliche Vereinigung besteht der Sportverein Kleinochsenfurt 1929/49 e. V.
  • Tückelhausen
Südwestlich von Ochsenfurt liegt Tückelhausen und wird von etwas über 300 Menschen bewohnt. Der Ort geht zurück auf das Kloster Tückelhausen des Kartäuserordens zurück. Die Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert. Mit der Säkularisation 1803 wurde das Kloster aufgelöst, die Mönchszellen wurden in Wohnungen umgewandelt. Das Dorf besitzt noch eine klosterähnliche Struktur und ein Kartäuser-Museum.
  • Zeubelried
Mit rund 200 Einwohnern liegt Zeubelried nördlich von Ochsenfurt. Bekannt in der Umgebung ist das Zeubelrieder "Linsenspitzer-Fest", welches immer am 3. Wochenende im August stattfindet. Veranstalter ist die Freiwillige Feuerwehr und die über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannte Musikkapelle "Die Zeubelrieder". An den beiden Festtagen besuchen mehrere tausend Menschen den Dorfplatz.

[Bearbeiten] Eingemeindungen



[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

  • Coutances (Frankreich) seit dem 18. Juni 1983
  • Wimborne (England) seit dem 12. November 1989
  • Colditz (Sachsen) seit dem 3. Oktober 1990
  • Zábřeh, Tschechien
  • Ropczyce, Polen

[Bearbeiten] Kultur

[Bearbeiten] Museen

  • Heimatmuseum im Schlösschen, Brückenstraße 26
  • Trachtenmuseum im Greisinghaus, Spitalgasse 13
  • Fränkisches Kartäusermuseum im Kloster Tückelhausen
  • Triasmuseum, Würzburger Str. 88
  • Feuerwehrmuseum im Feuerwehrhaus, Pestalozzistraße 1

[Bearbeiten] Kino

[Bearbeiten] Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Ochsenfurt
  • 1. Ochsenfurter Carnevals Club 1989
  • Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Stamm Konradin Ochsenfurt (seit 1951)
  • Kolpingsfamilie Ochsenfurt
  • Zweigstelle Christoph 18 der ADAC Luftrettung GmbH
  • Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) Ortsverband Ochsenfurt

[Bearbeiten] Sportvereine

  • Sportverein Kleinochsenfurt 1929/49 e. V.
  • Turnverein Ochsenfurt 1862 e.V.(TVO)
  • FC Ochsenfurt, 1.FCO (seit 1919), (nur Männerfußball)
  • Sportverein 1972 Ochsenfurt, SV 72 (nur Männer- und Frauenfußball)
  • Ochsenfurter Ruderverein
  • Tennis-Club Rot-Weiß Ochsenfurt
  • Sportfischerverein Ochsenfurt und Umgebung (seit 22. Januar 1951)
  • Schützengesellschaft Ochsenfurt, SGO (seit 1443, Wiedergründung 1968)
  • Kegel-Club Eintracht
  • SV Erlach
  • SSV Ochsenfurt-Tückelhausen

[Bearbeiten] Sehenswertes

[Bearbeiten] Architektonisches

  • Neues Rathaus mit Monduhr am Lanzentürmchen
  • Altes Rathaus mit Pranger
  • Stadtpfarrkirche St. Andreas mit St. Nikolaus von Tilman Riemenschneider
  • Michaelskapelle
  • Kastenhof
  • Schlösschen, heute Heimatmuseum
  • Domkapitelsches Palatium
  • Stadtbefestigung mit zahlreichen Türmen
  • Torbastion mit Taubenturm
  • Alte Mainbrücke
Die Alte Mainbrücke wurde 1512 bis 1519 gebaut. Sie bestand aus etwa 13 auf breiten Pfeilern gründenden Steinbögen. Einzelne Bögen wurden 1866 von den Preußen im Krieg gegen Bayern zerstört und später wiederhergestellt. Am 31. März 1945 wurde der mittlere Bogen vor den einrückenden Amerikanern gesprengt.
In der Nachkriegszeit wurde die Alte Mainbrücke unter Zerstörung weiterer Teile im Mittelteil mit einem deutlich höheren Betonbalken über der Hauptöffnung wiederhergestellt; ein moderner Schiffsverkehr war so möglich. Die seitlichen Bögen aus verschiedenen Zeiten blieben erhalten. Die Alte Mainbrücke ist baufällig und durfte zwischenzeitlich nur noch stadteinwärts befahren werden. Seit September 2006 ist sie – auch für Radfahrer oder Fußgänger – wegen Einsturzgefahr voll gesperrt.
Im April 2007 wurde zunächst der mittlere Stahlbetonträger abgebrochen, 2007 sollte die gesamte Brücke beseitigt und anschließend in ähnlicher Form neu errichtet werden.
Inzwischen hat die Bauforschung aber den historischen Wert des Bauwerks festgestellt, sie wurde auf eine Stufe mit der alten Mainbrücke in Würzburg und der Steinernen Brücke in Regensburg gestellt. Eine Bürgerinitiative forderte den Erhalt des Bauwerks. Mit Mitteln des Bundes und des Amtes für Denkmalschutz sowie der Stadt Ochsenfurt wird die Brücke seit September 2009 originalgetreu restauriert und erhält wieder ein neues Mittelteil aus Beton.
  • Neue Brücke
Unterdessen fließt der Verkehr über die Neue Brücke, über die die Bundesstraße 13 führt. Sie wurde 1954 errichtet. Auch sie ist marode. Im Jahr 2010 soll sie abgebrochen und durch eine Neukonstruktion ersetzt werden. Für Fußgänger und Radfahrer wurde vom Verkehrsverein eine Fährverbindung unterhalb der Alten Mainbrücke eingerichtet.


[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

  • Straßen
Die Bundesstraße 13 führt durch Ochsenfurt.
Über die nahe gelegenen Autobahnen A 7 und A 3 ist Ochsenfurt mit je einer wichtigen Straßenverkehrsachse in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung verbunden. Die nächste Anschlussstelle der A 7 befindet sich im ca. acht Kilometer entfernten Marktbreit, die der A 3 ca. zwölf Kilometer nördlich in Eibelstadt.
  • Bahn.
Ochsenfurt liegt an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg (Kursbuchstrecke 920), die eine wichtige Verkehrsachse im Schienennetz der Deutschen Bahn darstellt. Auf ihr verkehren im Stundentakt Regionalbahnen, die Ochsenfurt u.a. regelmäßig mit dem Oberzentrum Würzburg verbinden.
Die Gaubahn von Ochsenfurt über Gaukönigshofen und Röttingen wurde mittlerweile stillgelegt und in den 90er Jahren abgebaut.
  • Buslinien
Mehrere Buslinien verkehren von hier aus insbesondere in den südlichen Landkreis Würzburg. Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Mainfranken (VVM) an, sodass alle Verkehrsmittel des ÖPNV zu einheitlichen Tarifen genutzt werden können.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

  • Südzucker AG Deutschlands betreibt derzeit die drittgrößte Zuckerfabrik in Ochsenfurt. Rund 6200 Landwirte aus der Umgebung liefern jährlich von Mitte September bis Mitte Dezember rund 1,5 Millionen Tonnen Zuckerrüben an.
  • Fa Herrhammer Weltweit größter Produzent von Maschinen für die industrielle Kerzenherstellung, hat seinen Hauptsitz im Ochsenfurter Ortsteil Hohestadt.
  • Firma Kinkele, ein Maschinenbauunternehmen hat seinen Sitz im Ortsteil Hohestadt. Als Zulieferer für Maschinenbau, Apparatebau, Stahlbau und Fördertechnik setzte das Unternehmen im Jahr 2008 mit rund 500 Mitarbeitern 76,9 Millionen Euro um.
  • Burkard Greb, BAUMSCHULE. ehemals kgl. bayerischer Hoflieferant


[Bearbeiten] Bildung

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Adam Ulsamer (*1795), Mediziner, Prof. der Geburtshilfe in Landshut
  • Manfred Ragati (* 15. Februar 1938 in Ochsenfurt) war Bundesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, deutscher Rechtsanwalt
  • Volkhard Rührig (* 28. August 1953 in Ochsenfurt; † 28. September 1990 in Oberaudorf), deutscher Schachspieler
  • Paul Lehrieder (* 20. November 1959 in Ochsenfurt), deutscher Politiker (CSU)
  • Klaus Ott (* 17. Mai 1959 in Ochsenfurt), deutscher Journalist
  • Peter Freitag (*1972), deutscher Künstler
  • Christian Reichert (* 19. Mai 1971 in Ochsenfurt), deutscher Konzertgitarrist
  • Tomas Oral (*1973), Fußballtrainer
  • Robert Garrett (* 18. März 1977 in Ochsenfurt) deutscher Basketball-Nationalspieler

[Bearbeiten] Quellen

  • Die Kunstdenkmäler von Unterfranken, Bd. 1: Bezirksamt Ochsenfurt. 2. Auflage 1983. ISBN 978-3-486-50455-2
  • Alfred Richter: Eine Brücke erzählt aus ihrer bewegten Vergangenheit, vom Leben am Main, aus der wechselvollen Geschichte von Ochsenfurt, Ochsenfurt, Stadt 1996, 136 S.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks


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