Grafeneckart

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Der Grafeneckart
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Der Grafeneckart ist der älteste Teil des Würzburger Rathauses. Er befindet sich in der Innenstadt nahe dem Vierröhrenbrunnen. Durch den 55 Meter hohen, romanischen Turm ist das stadtgeschichtlich bedeutsame Baudenkmal zwischen Domstraße und Alter Mainbrücke schon von weitem zu erkennen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das Gebäude wurde als mittelalterlicher Geschlechterturm erstmals 1180 erwähnt. Benannt wurde der Turm nach dem bischöflichen Schultheißen und Vize-Burggrafen "Eggehardus"[1], der hier wohnte.

Der im Ursprung romanische Gebäudekomplex wurde im Jahr 1316 von der Stadt käuflich erworben und in den folgenden Jahrhunderten beständig erweitert und erhöht. Die Ratsversammlungen wurden vom "Hofe zur Glocke" (später Haus zum Hirschen) in den Grafeneckart verlegt. 1453 wurde der Turm ausgebaut und mit der Feuer- und Sturmglocke versehen. 1508 kam eine weitere Glocke hinzu. Der angebaute Seitenflügel trägt den Namen "Grünbaum". Hier befindet sich der alte Ratssaal (Wenzelsaal). Hoch aufragend über die Bürgerhäuser der Altstadt verkörperte das Bauwerk das freiheitliche Selbstverständnis der nach Autonomie strebenden Würzburger und ist Symbol der bürgerlichen Freiheit.

Während der Bombenangriffe am 16. März 1945 wurde der mittelalterliche Kern des Grafeneckart teilweise getroffen. Hierbei blieben zwar Gewölbe und die Fassade erhalten, aber die im 16. Jahrhundert durchgeführten Erweiterungen über dem Wenzelsaal wurden vollständig zerstört. Dies hatte zur Folge, dass auch der Wenzelsaal in Mitleidenschaft gezogen wurde und 1950 renoviert wurde.[2]

Im Jahr 2003 gab es eine umfangreiche Innenrestaurierung des Wenzelsaals.

[Bearbeiten] Das Gebäude

  • Der Platz vor dem Gebäude trägt den Namen Beim Grafeneckart; das Gebäude hat die Bezeichnung "Beim Grafeneckart 1" und ist Teil des Rathauskomplexes und daher mit Rückermainstraße 2 verbunden.
  • Die Turmhöhe beträgt 55 Meter.
  • Im Erdgeschoss des Grafeneckarts befindet sich ein Gedenkraum für die Erinnerung an die Zerstörung Würzburgs. Dieser wurde 2010 / 2011 modernisiert. Jedoch sorgte die Verwendung des Begriffs "Terrorangriff" auf den neuen Infotafeln für kontroverse Diskussionen.[3]

[Bearbeiten] Literatur

  • Thomas Heiler: Der Grafeneckart : Zur Geschichte des Würzburger Rathauses, Verlag Ferdinand Schöningh, Würzburg 1986, ISBN 3-87717-753-0
  • S. Göbl: Würzburg die Stadt des Rokoko. Ein kulturhistorisches Städtebild. Verlag Stürtz A.G., 12. Auflage, Würzburg 1926.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Franz Schicklberger (Hrsg.):Alte Geschichten aus Würzburg. Böhler Verlag, Würzburg 1981. ISBN 3-9800630-0-3. S. 14f
  2. http://www.bauforschung-wieser.de/GRAFENECKART.pdf Bauforschung Wieser
  3. http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/-bdquo-Terror-ldquo-gehoert-nicht-in-den-Gedenkraum;art735,6046498 Artikel in der Main-Post