Rottendorf

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Rottendorf
Ortstyp Gemeinde
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Höhe 252 m ü. NN
Fläche 14,83 km²
Einwohner 5.670 (Januar 2012) [1]
Bevölkerungsdichte 355 Einwohner je km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 185
Anschrift Gemeinde Rottendorf

Am Rathaus 4 97228 Rottendorf

Vorwahl 09302
Postleitzahl 97228
E-Mail rathaus@rottendorf.eu
Webseite Offzielle Website
1. Bürgermeister Rainer Fuchs

Rottendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Würzburg und eine Nebengemeinde von Würzburg. Ursprünglich hieß diese wohl Roten- oder Rodendorf, abgeleitet vom Roden eines Waldes.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Rottendorf liegt östlich von Würzburg an der Bundesstraße 8. Die Gemarkung Rottendorf grenzt im Norden an Kürnach und Estenfeld, im Süden an Teilheim und Gerbrunn, im Westen an Würzburg und im Osten an den Landkreis Kitzingen. Durch die Gemeinde fließen die Bäche Landleite und Reißbach.

Die Gemarkung Rottendorf umfasst drei amtliche Ortsteile:

[Bearbeiten] Geschichte

Das heutige Rottendorf, ursprünglich Roten- oder Rodendorf, ist aus einer mittelalterlichen Gründung auf gerodeten Waldboden erwachsen (daher der Name). Reste der einstigen Bewaldung umschließen noch immer, durch breite Lücken zerrissen, annähernd ringförmig den Ort. Die Gemarkung insgesamt birgt allerdings Zeugnisse einer weitaus älteren Siedlungsgeschichte. So wurde im Bereich der Seewiesen bei Rothof ein Dorf der jungsteinzeitlichen Rössener Kultur entdeckt.

Urkundlich erwähnt wird Rottendorf erstmals in einer Notiz um das Jahr 1025.

Als Teil des Hochstiftes Würzburg (Stift Haug) wurde Rottendorf 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel.

1865 erhielt Rottendorf einen eigenen Bahnhof.

1909 - 1912 gab es die erste Wasserleitung, 1910 ein Schulhaus und 1912 den Anschluss an den elektrischen Strom.

Zur Zeit des zweiten Weltkrieges hatte Rottendorf 1940 die ersten Gefallenen zu beklagen. 120 Rottendorfer kehrten nach dem Krieg nicht mehr zurück bzw. wurden vermisst. Am 31. Oktober 1944 wurde die Pfarrkirche durch eine Luftmine schwer beschädigt. Bis zuletzt wurde der Ort gegen die einmarschierenden Amerikaner verteidigt und musste dies teuer bezahlen: Am 4. April 1945 wurden Teile des Ortes durch Artilleriebeschuss in Trümmer gelegt, einen Tag später wurde eine weiße Fahne am Kirchturm gehisst. Am 6. April war der Krieg für Rottendorf zu Ende.

Die Eröffnung der Umgehungsstraße Ende 1989 befreite den Ort von den Kraftfahrzeugströmen zu den Autobahnen. In den 1990er Jahren und vor allem in der Gegenwart profitierte die Gemeinde von der Erweiterung der Infrastruktur (eigene Abfahrten an Autobahn und Bundesstraße, Schulen, Sportanlagen etc.) und die großflächige Ausweisung neuer Wohngebiete, so dass sich im |ndustriegebiet namenhafte Unternehmen wie s.Oliver ansiedelten. Den erlangten Wohlstand der Gemeinde kann man vor allem an den Bautätigkeiten der Gemeinde und den Aufwertungen der Durchfahrtsstraßen und des Kernortes (Würzburger Straße, Kitzinger Straße, Kirchstraße etc.) erkennen.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohnerzahl
1970 3935
1987 4286
2000 4761
2006 5.709
2009 5.782
2012 (Januar) 5.670

Siehe auch: Rottendorf in Zahlen

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder (mit Bürgermeister):

[Bearbeiten] Bürgermeister

Rottendorfer Bürgermeister ist Rainer Fuchs (BWG).

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen zeigt den geteilten Schild; oben in Rot drei silberne Spitzen - unten in Blau ein goldener Sparren. Die drei silbernen Spitzen in Rot (Fränkischer Rechen) und die Wappenfarben Silber und Rot symbolisieren Hochstift und Domkapitel von Würzburg. Der goldene Sparren auf blauem Grund ist dem Wappen von Stift Haug, Würzburg, entnommen. Das Wappen wurde von dem inzwischen verstorbenen Rottendorfer Maler und Graphiker Ossi Krapf entworfen und am 15. Februar 1962 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

  • Die Partnerschaft zum nordfranzösischen Ort Troarn (ca. 10 km von Caen entfernt) besteht seit 1987.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Musik

  • Symphonisches Blasorchester Rottendorf der Musikkapelle Rottendorf e.V.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Straßen

[Bearbeiten] Verkehr

Rottendorf hat einen Bahnhof, an dem sich die Bahnstrecke Nürnberg–Würzburg und Bahnstrecke Würzburg–Bamberg verzweigen. Auf der Strecke nach Nürnberg verkehrt stündlich ein Regional-Express, auf der Strecke nach Bamberg ebenfalls stündlich eine Regionalbahn.

Rottendorf liegt an der Bundesstraße 8, über die die nahe gelegene Anschlussstelle Rottendorf und Biebelried der Autobahn 3 und 7 erreicht wird.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

  • Hauptsitz von s.Oliver
  • Hauptsitz von Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen
  • Hauptsitz von Frankonia

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen und Kultur

[Bearbeiten] Bildung

  • Volksschule Rottendorf (Grundschule)
  • Sing- und Musikschule

[Bearbeiten] Vereine

  • TSV Rottendorf, Fußball, Volleyball, Badminton, Radball, Tischtennis, Schach, Turnen und Gymnastik
  • Rottendorfer Karnevalsgesellschaft (RoKaGe), eine Abteilung des TSV Rottendorf
  • Bayerisches Rotes Kreuz
  • Wasserwacht, Ortsverband Rottendorf
  • Malteser Hilfsdienst e.V.; Ortsverband Rottendorf
  • Freiwillige Feuerwehr Rottendorf
  • KKS-Rottendorf, Kleinkaliber-Schützenverein

[Bearbeiten] Hallen und Sportanlagen

  • TSV-Turnhalle (1960)
  • Erasmus-Neustetter-Halle (1987/1992)
  • Sportanlage am Grasholz (1981) mit Trimm-Dich-Pfad

[Bearbeiten] Literatur

  • Ortschronik Rottendorf, 544 Seiten, Eigenverlag (für 15 Euro im Rathaus erhältlich)

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Info auf Rottendorf.de (Rottendorf in Zahlen)
  2. http://www.rottendorf.eu/rottendorf_im_ueberblick/ortsgeschichte/32.asp

[Bearbeiten] Weblinks


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