Neumünster
Das Neumünster ist ein ehemaliges Kollegiatstift in der Würzburger Innenstadt. Es steht an der Stelle, wo Kilian, Totnan und Kolonat angeblich den Märtyrertod starben.
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[Bearbeiten] Geschichte
- Ein Kollegiatsstift zu Ehren Mariens wurde von 1058 bis 1063 von Bischof Adalbero eingerichtet.
- Eine doppelstöckige Kirche wurde 1060 erbaut.
- Ende des 12. Jhd. erhielt das Neumünsterstift einen romanischen Kreuzgang. Ein Teil davon ist bis heute erhalten und befindet sich im Lusamgärtchen.
- Von 1711-1716: Neubau von Kuppel und Westfassade mit anschließender Barockisierung des Innenraumes.
- 1908 wird Neumünster zur Pfarrkirche erhoben.
- Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche teilweise zerstört.
- Bis zur Wiederweihung des Doms 1967 diente das Neumünster als Konkathedrale des Bistums.
- Die Restaurierung der Westfassade wurde in den Jahren 1983-1985 vorgenommen.
- In den Jahren 2007-2009 erfolgte eine grundlegende Restaurierung und Neukonzeption (Entwurf und Verantwortung: Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen).
[Bearbeiten] Kiliansgruft
Unter dem Kirchenraum befindet sich die Kiliansgruft. Sie ist barocken Ursprungs und nimmt die Raumform der Kuppel auf. Der Kastenaltar (um 1250) trägt den hausförmigen Kiliansschrein (in Bronze geschaffen 1986/87 von Heinrich Gerhard Brückner). Auf dem Kiliansschrein sind Szenen aus dem Leben Jesu solchen aus dem der Glaubenszeugen gegenüber gestellt. Vom selben Künstler stammt auch der 16-teilige Kreuzweg. Der 12-türmige Radleuchter wurde nach einem Entwurf von Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen geschaffen.
An der Ostwand steht der Kilianssarg aus dem 8. Jahrhundert mit einer Umschrift des 14. Jahrhunderts. Er barg nach der Erhebung die Gebeine Kilians. Dahinter hängt seit 2009 eine Darstellung des Triumphators von Michael Tiegel (geboren 1968) von 1993.
In der Krypta befinden sich die Gräber von Matthias Ehrenfried, der von 1928-1948 Bischof von Würzburg war und Weihbischof Karl Ebert (gestorben 1974) sowie die Urne des Priesters Georg Häfner (gestorben 1942 im KZ Dachau). Seine Bronzebüste schuf Rainer Stoltz (geboren 1951). [1]
Auch die Kiliansgruft wurde in die Neukonzeption und Restaurierung in den Jahren 2007-2009 einbezogen.
[Bearbeiten] Weblinks
- Homepage
- Neumünster auf www.bistum-würzburg.de
- Wissenschaftliche Arbeit über die Barockfassade (Rudi Held)
- Audio-Reiseführer der Stadt Würzburg zum Neumünster
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Neumünster - Pfarr- und Wallfahrtskirche, 16. neu bearbeitete Auflage, Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg 2009