Antonio Petrini
Antonio Petrini (* 18. November 1620 oder 17. März 1621 in Lasino bei Trient in Italien; † 8. April 1701 in Würzburg) war ein fränkischer Baumeister italienischer Abstammung. Petrini verband italienischen Barock mit deutscher Renaissance und führte den fränkischen Barock ein.
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[Bearbeiten] Biografie
Petrini wurde 1620 oder 1621 in Trient/Calavino geboren. Er gehörte zu einer Gruppe italienischer Bauleute, die Städte neu befestigten und Kirchen und Paläste ausbauten. In seiner Schaffenszeit hat er am Bau vieler Kirchen und Profanbauten in Würzburg, Franken, Mainz und darüber hinaus mitgewirkt.
[Bearbeiten] Bedeutende Werke
In Stadt und Landkreis Würzburg[1]:
- Festungstor in Würzburg, Außenseite, 1650
- Festungsbau in Würzburg, 1651
- Pläne für die Kreuzkapelle von Eibelstadt, 1657
- Karmelitenkirche in Würzburg, 1662-1669
- Zellertor in Würzburg, 1664
- Kirche des Stiftes Haug, Würzburg, 1670-1691
- Pläne für die Domfassade in Würzburg, 1677
- Burkarder Tor in Würzburg, um 1680
- Petrinis Wohnhaus am Marktplatz in Würzburg, 1685
- Augustinerkirche in Würzburg, 1688-1691
- Deutschordenskomturei in Würzburg, 1694
- Universitätskirche in Würzburg, 1696 ff.
- Wallfahrtskirche Fährbrück, Hausen bei Würzburg, 1683-1697
- Rosenbachhof, Würzburg, 1699 ff.
- Hof Emeringen in Würzburg, 1699 ff.
- Juliusspital in Würzburg, 1699-1701
- Hauger Kapitelhaus in Würzburg, 1699-1703
- Schlößchen am Rennweg, Würzburg, 1700 ff.
Andernorts:
- Festungstor von Kronach, 1662
- Pfarrkirche in Wiesentheid, 1680-1683
- Kreuzkapelle in Wiesentheid, 1686-1689
- Pfarrkirche in Kitzingen, 1986-1693
- Franziskanerkirche in Miltenberg, 1687
- Schloss Seehof (Marquardsburg), Bamberg, 1687-1713
- ehem. Kollegiatsstiftskirche St. Stephan, Bamberg, 1626-99
- Unter Petrinis Leitung wurden bis 1668 bereits vier Bastionen und das Torhaus mit dem barockem Portal der Zitadelle Petersberg errichtet. Weitere vier Bastionen kamen bis um 1700 dazu. Charakteristisch für ihn waren vor allem die steinernen Masken an den Zitadellentoren, wie zum Beispiel der Löwenkopf mit herausgestreckter Zunge am Peterstor.
- Rheinseitige Toranlage der Haupttraverse der Zitadelle Mainz, 1660
- Neubau der Altmünsterkirche (Beteiligung)
- Franziskanerkirche, Paderborn (Fassade), 1671
- St.Antonius Wallfahrtskirche (Worbis), 1668
[Bearbeiten] Ehrungen
Der „Antonio-Petrini-Preis“, der Architekturpreis der Stadt Würzburg, erinnert an den Baumeister und seine Bedeutung für Würzburg und das Frankenland.
[Bearbeiten] Literatur
- Lili Götz: Antonio Petrini, ein Beitrag zur Geschichte der Barockarchitektur in Franken; Univ. Diss. (masch.geschr.); Frankfurt a/M. 1923.
- Lucia Longo; Antonio Petrini architetto (Calavino di Trento 1621 - Würzburg 1708); Trento 1974.
- Dies.; Antonio Petrini. Ein Barockarchitekt in Franken; (Schnell & Steiner Künstlerbibliothek); Schnell & Steiner; München/Zürich 1985; ISBN 3-7954-0374-X.
- Clemens Schenk: Petrini - Geising. Bauanalytische Untersuchung zum Würzburger Barock; Univ. Diss. (masch.geschr.); Würzburg 1922.
- Hanswernfried Muth: Antonio Petrini; in: Frankenland. Zeitschrift für fränkische Landeskunde und Kulturpflege 51 (1999), 243-250
[Bearbeiten] Weblink
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