Mühlen
Aus WürzburgWiki
Im Laufe der Geschichte waren in Würzburg zahlreiche Mühlen in Betrieb. Nur einzelne ehemalige Mühlen sind heute noch erkennbar.
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[Bearbeiten] Ehemalige Mühlen in Würzburg
[Bearbeiten] Mainmühlen
- Die Untere Mainmühle am Standort des heutigen Lokals "Alte Mainmühle" bestand seit 1644. 1921 wurde die Mühle abgerissen um ein Wasserkraftwerk zu errichten. Symbolisch ist noch ein Mühlrad am Gebäude angebracht.
- Die Obere Mainmühle war am linken Mainufer gelegen, in Höhe der alten Kammerschleuse. Um die Mühle verlief der Mühlkanal, der vom Main durch die hohen Befestigungsmauern abzweigte und unterhalb der Mühle wieder auslief. Die Obere Mainmühle wurde 1481 unter Bischof Rudolf von Scherenberg errichtet. Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn ließ sie 1653 erneuern. Die Mühle war für die damalige Zeit technisch sehr fortschrittlich. In 11 Mahlgängen konnten 10.000 Liter Mehl in 24 Stunden gemahlen werden. Gleichzeitig ließen sich eine Schneide- und eine Gipsmühle betreiben. Im Zuge der Säkularisation ging die Mühle in Staatsbesitz über, ab 1933 gehörte sie der Rhein-Donau AG. 1954 wurde das Gebäude abgerissen um der neuen Großschleuse Platz zu machen.[1]
[Bearbeiten] Mühlen an der Kürnach
Im 16. Jhd. befanden sich innerhalb der Stadtmauern entlang der Kürnach folgende Mühlen[2]:
- Gansenmühle (kurz vor der Mündung der Kürnach in den Main, heute verläuft hier die Pleicherschulgasse). Diese Mühle in der Pleich hieß zunächst Neumühle, dann Gansenmühle, seit dem 18. Jhd. Pfaffenmühle. Sie war bis 1897 in Betrieb.[3]
- Baumgartenmühle, später Bohnesmühle zwischen Koellikerstraße und Pleicherkirchplatz. Sie gab der Bohnesmühlgasse den Namen.[4]
- Grabmühle (am heutigen Barbarossaplatz)
- Spitalsmühle (am Bürgerspital)
- Mühle der ehemaligen Kartause Engelgarten, auch Gurhartsmühle genannt. Das Mühlhaus, ein Barockbau von 1677 mit geschweiftem Giebel und rustizierten Ecklisenen ist erhalten. Die heutige Adresse ist Kapuzinerstraße 31 (nahe der Kreuzung Eichstraße). An der Eingangstüre befindet sich ein entsprechender Hinweis.
- Aframühle (weiter nordöstlich am damaligen Klosters St. Afra)
[Bearbeiten] Mühlen an der Pleichach
An der Pleichach, teils innerhalb, teils außerhalb der Stadtmauern werden genannt (von West nach Ost):
- Brüder- und Heringsmühle
- Baumgärtnermühle
- Ellenmühle
- Reißgrubenmühle
- Berwinkersmühle
- Teufelsmühle
- Hauger Pfarrmühle
- Riedmühle
[Bearbeiten] Sonstige Standorte
Im Umfeld der umbauten Stadt waren damals weitere sieben Mühlen zu finden:
- Aumühle, Galgenmühle, Lindlesmühle, Tauberzellerin, Schlupferlesmühle, Rosenmühle, Holzmühle.
[Bearbeiten] Mühlen im Landkreis
Die Mühlen, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die ländlich-bäuerlich geprägten Landschaften, erfahren hier eine "Wiedergeburt", nachdem die meisten dem Mühlensterben in der Mitte des 20. Jahrhunderts zum Opfer fielen.
[Bearbeiten] Literatur
- Pleichach und Kürnach und ihre Mühlen im Stadtbereich von Franz Seberich, erschienen in einer Serie von 10 Teilen im 5. Jahrgang der Main-Post-Beilage Die Mainlande. Geschichte und Gegenwart, Würzburg, 1954
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Harald Zoepffel und Andreas Mettenleiter: Würzburg 1943 bis 1945 - Bilder aus einer versunkenen Zeit. Band 1, 2. Auflage. Akamedon Verlag, Pfaffenhofen 2010. S. 45
- ↑ Auflistung und Karte in: Peter Moser: Würzburg. Geschichte einer Stadt. Babenberg Verlag, Bamberg 1999. ISBN 3-933469-03-1, S. 116
- ↑ Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band II. Fränkische Gesellschaftsdruckerei GmbH Würzburg 1969. S. 15
- ↑ Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band II. Fränkische Gesellschaftsdruckerei GmbH Würzburg 1969. S. 15