Evangelisch-Lutherisches Dekanat Würzburg

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Dekanat Würzburg im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg umfaßt 41 Kirchengemeinden in 30 Pfarreien, denen etwa 65000 Evangelische-Lutherische Glaubende angehören. An der Spitze des Dekanats steht seit September 2011 Dekanin Edda Weise.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Evangelisch-Lutherische Pfarreien im Dekanat Würzburg

[Bearbeiten] Albertshausen

[Bearbeiten] Billingshausen

[Bearbeiten] Eisingen-Kist

[Bearbeiten] Estenfeld

[Bearbeiten] Gerbrunn

[Bearbeiten] Geroldshausen

[Bearbeiten] Giebelstadt

[Bearbeiten] Höchberg

[Bearbeiten] Karlstadt

[Bearbeiten] Lindelbach

[Bearbeiten] Oberaltertheim

[Bearbeiten] Ochsenfurt

[Bearbeiten] Reichenberg

[Bearbeiten] Remlingen

[Bearbeiten] Rimpar

[Bearbeiten] Rottendorf

[Bearbeiten] Sommerhausen

  • Die Pfarrkirche von Sommerhausen die Bartholomäuskirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Der Turm auf seine heutige Höhe im Jahr 1596 gebracht und 1740 erhielt die Kirche unter Beibehaltung des romanischen Chores das barocke Langhaus. Letztmalige Renovierung im Jahr 2001

[Bearbeiten] Thüngen-Arnstein

[Bearbeiten] Uengershausen

[Bearbeiten] Uettingen

[Bearbeiten] Unteraltertheim

[Bearbeiten] Veitshöchheim

[Bearbeiten] Winterhausen

[Bearbeiten] Würzburg

[Bearbeiten] St. Johannis, Stadtmitte

St. Johannis wurde 1895 als erste Kirche der evangelischen Bürger in Würzburg im neugotischen Stil erbaut (St. Stephan, die erste evangelische Gemeinde, wurde im ehemaligen Stephanskloster gegründet). Beim Luftangriff auf die Stadt wurde sie fast völlig zerstört. Heute steht nur noch der Stumpf des alten Turmes mit dem Eingangsportal. Die heutige Kirche wurde von dem Münchner Architekten Reinhard Riemerschmid errichtet und 1957 eingeweiht. Als Mahnmal soll sie an die Schrecken des Krieges erinnern und zur Verantwortung für den Frieden aufrufen.

[Bearbeiten] St. Stephan, Stadtmitte

→ Hauptartikel St. Stephan (Würzburg)

St. Stephan ist eine der ältesten Kirchen Würzburgs. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1014 zurück. Als Chorherrenstift gegründet, war die Kirche seit 1057 Abteikirche des Benediktinerklosters St. Stephan. 1789 ersetzten die Mönche die romanische Basilika durch einen klassizistischen Neubau. 1803 wurde St. Stephan die erste evangelische Pfarrkirche in Würzburg und seit 1827 auch Dekanatskirche. Beim Bombenangriff wurde sie vollkommen zerstört und in den Jahren 1952–1956 unter Dekan Wilhelm Schwinn wieder aufgebaut. St. Stephan wurde außen original rekonstruiert, innen wurden z. B. die kunstvoll mit Stuck dekorierten Säulen von Materno Bossi und das Gesims über den Fenstern wiederhergestellt, der Altarraum mit einem Chorgestühl gestaltet, die Krypta und die Michaelskapelle wieder aufgebaut. Seit 1954 bildet die Kreuzigungsgruppe des Münchner Künstlers Helmut Ammann das Zentrum des Chorraums. Die Kirche ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

[Bearbeiten] Martin-Luther-Kirche, Frauenland

Die Martin-Luther-Kirche stellt mit ihrer schlichten Holzkonstruktion eine architektonische Besonderheit unter den Kirchen Würzburgs dar. Sie ist eine der berühmten 48 Notkirchen, die nach einem Entwurf von Professor Otto Bartning kurz nach dem Zweiten Weltkrieg überall in Deutschland erbaut wurden. Mit Hilfe dieser einfachen, serienmäßig hergestellten und somit kostengünstigen Montagekirchen sollte der akute Mangel an evangelischen Kirchen überbrückt werden.

Ermöglicht wurde der Bau der Martin-Luther-Kirche durch eine Spende der Amerikanischen Sektion des Lutherischen Weltbundes. Zwischen der Grundsteinlegung und der Einweihung der Kirche am 6. Juni 1949 verging nur ein knappes halbes Jahr. Der mit vier Glocken ausgestattete freistehende Kirchturm wurde nach den Plänen des Architekten Olaf Andreas Gulbransson erbaut und ergänzt die Kirche seit 1962. Den Abschluss des Turms bildet eine filigrane Bronzeplastik in Kreuzform.

In den folgenden Jahren wurde der Innenraum der ursprünglich als Provisorium geplanten Kirche umgestaltet und ergänzt. Ein farbiges Fensterband, das in 13 Einzelbildern die Heilsgeschichte wiedergibt und von dem Münchner Künstler Gerd Jähnke geschaffen wurde, ziert seit 1966 das Gotteshaus. Das schlichte Holzkreuz wurde in den 1970er Jahren durch ein vergoldetes Kreuz ersetzt. Die fünf rubinroten Steine in der Mitte symbolisieren die Wundmale Christi. Kanzel und Taufstein sind bildhauerisch gestaltet. Die Orgel stammt aus der Werkstatt von Otto Hoffmann in Ostheim vor der Rhön.

Mit der „Schönen Pforte“ besitzt die Martin-Luther-Kirche seit 1970 eine vom Würzburger Kunstschmied Rudolf Engert künstlerisch gestaltete Bronzetür, die alle Besucher herzlich willkommen heißt.

[Bearbeiten] Thomaskirche, Grombühl

Die Thomaskirche befindet sich in der Schiestlstraße im Stadtteil Grombühl.

[Bearbeiten] St. Paul, Heidingsfeld

Die Kirche St. Paul in der Reuterstraße in Heidingsfeld aus dem Jahre 1913 ist der einzige Kirchenbau Würzburgs aus der Epoche des Späten Historismus im sogenannten Prinzregentenbarock (Heimatarchitektur), im Detail mit Elementen des Jugendstils.

Das Gesamtensemble mit Pfarrhaus und offener Säulenarkade toskanischer Ordnung hat den Krieg heil überstanden.

Der Innenraum ist einheitlich erhalten als zweischiffige holztonnengewölbte Emporenhalle mit origineller Ausstattung, wie dem Doppelgemälde von Eulogius Böhler, „die Himmelfahrt Christi“.

[Bearbeiten] Gethsemanekirche, Heuchelhof

Die Gethsemanekirche wurde im Jahr 1988 durch den Architekten Alexander Freiherr von Branca, der auch die Michaelskirche auf dem Schwanberg geplant hatte, entworfen. Erbaut werden konnte sie wegen finanzieller Probleme erst in den Jahren 1998–2000. Der Glockenturm, ein Campanile mit 5 Glocken wurde im Jahr 2001 fertiggestellt. Die Kirche ist ein Rundbau mit einer pagodenförmigen Kuppel. Die Kuppel ruht auf 10 Säulen und wird am höchsten Punkt von einer gläsernen Ampel gekrönt.

[Bearbeiten] Deutschhauskirche, Mainviertel

Die gotische Deutschhauskirche wurde zwischen 1270 und 1320 als Kirche des Deutschen Ordens erbaut. 1694 wurden durch Antonio Petrini das Konventsgebäude und die Untergeschosse des Turms barock umgebaut. Die Kirche fiel im Zuge der Säkularisation 1805 an den Staat, wurde lange als Militärmagazin genutzt und 1922 der evangelischen Kirche überlassen. Besondere Kunstwerke sind die Anbetung der Heiligen drei Könige von Rudolf Schäfer, Der Horchende Christus von Wilhelm Steinhausen und die Verkündigung an Maria von Georg Anton Urlaub. Der Innenraum ist hell und aufwändig verziert. Die Kirche überstand die Bombenangriffe auf Würzburg ohne große Schäden und steht heute unter Denkmalschutz. Leider wurden während der Nutzung als Militärmagazin Decken eingezogen und so große Teile der Innenausstattung zerstört.

Ein historisches Dokument im Innenraum der Kirche beschreibt die Geschichte der Kirche: "Kurze Chronik der evang. lutherischen Deutschhauskirche Würzburg:

1219 erste Erwähnung des Deutschordenshauses, wo einst der Kaiser Friedrich Barbarossa gehöriges Haus durch Bischof Otto den wohl schon in der Stadt ansässigen Deutschherren geschenkweise übergeben wurde.
1226 Einweihung der im Kniergeschoß des roman. Turmes befindlichen Gewölbe als Kapelle, wo vielleicht Kaiser Barbarossa mit Beatrice von Burgund getraut wurde.
1260 Ablaßbewilligung zum Bau einer größeren Kirche.
1280 war der Bau soweit vorgeschritten daß Bischof Berthold ihn ein "opus splendidum et sumptuos" nennt, zu dessen Vollendung das Vermögen des Ordenshauses nicht ausreiche.
1288 Vollendung bis zum Südportal "der schönen Pforte"/ Bauleiter Frater Bertoldus "lapicida, confrater praedictae domus"/
1296 Vollendung des Baues/Verbindung mit dem Ordenshaus durch einen Schwibbog über die Durchfahrt zum Schottenkloster. 500 Jahre schweigt die Geschichte
1630 König Gustav Adolf v. Schweden hält evang. Gottesdienst
1806 Säkularisation durch den bayer. Staat/Völlige Entleerung. Von Franzosen besetzt
Bis 1918 Bayer. Train-Magazin
1922 der evang. luth. Gemeinde auf 100 Jahre überlassen
1923 erster evang. Weihnachtsdienst/(Inflationszeit)
1922–1925 Wiederherstelltung/Altar/Kanzel/Empore/Gestühl/Orgel/Glasgemälde im Chor/vier Glocken

Die einschiffige Kirche hat sechs Joche, Kreuzgewölbe und Kappenschluß/Gurten und Rippen mit reichem Birnstabprofil/Runddienste/edle Laubwerkkonsolen und Kapitelle (Hölle, Katze und Maus). Reiche figürliche Schlußsteine/Büßerzelle mit orig. Dreikappengewölbe. Treppentürmchen Der Turm hat fünf Geschoße mit Rippenkreuzgewölben." Das Dokument zeigt auch alte Bilder der Kirche, eines Deutschherren Ritters, die "Schöne Pforte" und einen Grundriss.

[Bearbeiten] Trinitatiskirche, Rottenbauer

Die heute evangelische Trinitatiskirche wurde 1493 zunächst als katholische Kirche, durch das Geschlecht der Reichsfreiherren Wolfskeel erbaut. Im Jahre 1580 wurde sie zum ersten Mal evangelisch, als die Wolfskeels zum Protestantismus übertraten.

[Bearbeiten] Gnadenkirche, Sanderau

Die Gnadenkirche in der Danziger Straße wurde ab 1988 erbaut.

[Bearbeiten] Auferstehungskirche, Sieboldshöhe

[Bearbeiten] Lukas-Kirche, Steinbachtal

Die Lukas-Kirche wurde 1963-64 erbaut.

[Bearbeiten] Hoffnungskirche, Versbach

Die Hoffnungskirche in der Unteren Heerbergstraße in Versbach wurde 1966 erbaut.

[Bearbeiten] Erlöserkirche, Zellerau

Die Erlöserkirche in Würzburg, Neiderstraße 21 wurde von Olaf Andreas Gulbransson erbaut und 1961 eingeweiht. Besonders sehenswert ist die von Helmut Amman gestaltete Rückwand des Altarraums; Amman hat mit einer Vielzahl verschiedener Ziegel das Himmlische Jerusalem gestaltet. Davor stehen auf einem Bogen zwei aus Zirbelholz gefertigte Engelsgruppen, die das Lob Gottes singen – und dazwischen zeigt das Medaillon das Lamm Gottes.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks