Würzburger Kickers

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Der FC Würzburger Kickers e.V. ist ein Würzburger Fußballverein, der seit 1907 besteht. Neben Fußball bietet der Verein auch Boxen und Tischtennis an. Spielstätte ist das Stadion am Dallenberg - die Kapazität beträgt gegenwärtig 14.500 Zuschauer. Kurzzeitig spielte die Fußball-Mannschaft der Kickers in der 2. Bundesliga Süd (1977/78), aktuell dagegen in der Landesliga. Die Vereinsfarben sind Weiß-Rot.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Name

Der Vereinsname wird von Würzburgern oft auf die Kickers oder auch FWK reduziert. Die Fußballspieler werden im Volksmund auch oft als die Rothosen bezeichnet, weil sie ebensolche bei Heimspielen tragen.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Verein wurde am 17. November 1907 mit folgendem Ziel gegründet: "Dem Verein obliegt die Förderung des Fußballsports und jener Sportarten der anderen Abteilungen und der damit verbundenen körperlichen Ertüchtigung. Ein besonderer Zweck ist die Förderung des Jugendsports".[1]

Bereits kurze Zeit nach der Gründung entwickelte sich der Verein gut fort und verzeichnete einen deutlichen Mitgliederanstieg. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren die Kickers der dominierende Fußballverein in Würzburg - Gegner waren damals unter anderem große Mannschaften wie Fürth oder Nürnberg. Während dem Krieg wurde jedoch wie bei vielen anderen Vereinen in Deutschland der Spielbetrieb eingestellt. Nach dem Krieg waren große Gegner anfangs erstmal Geschichte. Die Kickers hielten sich - wie der Rivale WFV- ohne Aufstiegspläne lediglich im Amateurbereich auf.

Erst in den 70er Jahren gab es die Wende: 1977 stiegen die "Rothosen" erstmals seit Bestehen in die 2. Bundesliga Süd auf. Der bisherige Höhepunkt der Vereinsgeschichte endete jedoch nach nur einer Saison mit dem 19. Platz (von 20) wieder in der Bayernliga. Seitdem ist der FWK wieder in den Amateurligen beheimatet. Bayernliga spielte man unter anderem 1990/91, 1997/98 und 2007/2008. Gegenwärtig spielt die erste Mannschaft in der Landesliga Nord, die zweite Mannschaft in der Kreisklasse, sowie eine zur Saison 2010/2011 erstmal am Spielbetrieb teilnehmende dritte Mannschaft in Gruppe II der B-Klasse Würzburg.

[Bearbeiten] Hockey-Abteilung

Seit 1911 bestand eine Hockey-Abteilung bei den Würzburger Kickers. Die Damen errangen zwischen 1941 und 56 fünf mal den deutschen Meistertitel und stellten drei Nationalspielerinnen (Martha Döllein, Luise Fleck und Anni Lautner). 1993 löste sich die Abteilung vom Stammverein und bildete den eigenständigen HC Würzburger Kickers. Dessen weibliche Jugend wurde 1970 deutscher Feldhockeymeister. 1992 schloß sich der HC Würzburger Kickers mit der Hockeyabteilung der TG Würzburg zum Hockey- und Tennisclub Würzburg HTCW zusammen.[2]

[Bearbeiten] Erfolge

  • Von 1934 bis zum zweiten Weltkrieg spielten die Kickers in der damals höchsten Spielklasse, der Gauliga.
  • In der Saison 1977/78 war der FC in der 2. Bundesliga Süd angesiedelt. Die Bilanz: Vier Siege, neun Unentschieden und 25 Niederlagen.

[Bearbeiten] Spielerpersönlichkeiten

[Bearbeiten] Spielort

Seit 1967 ist das Stadion am Dallenberg (Dallenbergstadion, Kickers-Stadion) Austragungsort der Heimspiele. Zuvor spielten die Kickers auf einem Sportplatz in der Randersackerer Straße im Stadtteil Sanderau. Das Dallenbergstadion hat gegenwärtig eine Kapazität von 14.500 Zuschauern.[3] Ein Bereich neben der Haupttribüne ist jedoch hierbei nicht mit eingerechnet (gesperrt!).

[Bearbeiten] Projekt Kunstrasen

Spender werden gegenwärtig für ein Projekt des Vereins gesucht: Das Projekt "Kunstrasen". Hierbei bekommt man durch seine Spende auf der Seite des Vereins ein Feld zugewiesen, wo dann der Name des Spenders erscheint. 1000 davon gibt es. Spender, die mehr als 100 Euro spenden, werden außerdem im Stadion an einer "Spenderwand" aufgeführt. Der Kunstrasen soll die Trainings- und Spielbedingungen grundlegend verbessern.[4] Zur Saison 2010/2011 wurde der Kunstrasen unter ehrenamtlicher Mithilfe einiger Kickersanhänger fertig gestellt und wird von allen Mannschaften zu Trainigs- und Wettbewerbszwecken genutzt.

[Bearbeiten] Vereinsführung

  • Vorsitzender: Dr. Michael Schlagbauer jun.
  • Vorsitzender Sport: Helmut Zoepffel
  • Vorstitzender Jugend: Andreas Kraft

[Bearbeiten] Abteilungen

[Bearbeiten] Aktueller Kader (Fußball) / Saison 2010/11

[Bearbeiten] 1. Mannschaft

Torhüter Tertan, Lorenzo; Tsiflidis, Daniel

Abwehr Bauer, Andreas; Donaldson, Daniel; Endres, Alexander; Gerberich, Dominik, Hörner, Hans-Jürgen; Popp, Thomas; Reitmeier, Marc; Salwiczek, Christian; Schlessmann, Dominik; Suchy, Peter; Zierold, Benjamin

Mittelfeld Azizi, Maksut; Duczek, Jacek; Eichler, Matthias; Graf, Adrian; Hammond, James Joseph; Nakayama, Masato; Sarioglan, Serkan; Wirsching, Frank; Wirsching, Nicolas; Wolf, Simon

Sturm Borba, Ricardo; Dan, Cristian Alexandru; Ramaj, Ismir; Rushiti, Visar; Schlessmann, Steffen; Sokolowski, Konstantin; Zimin, Sergey

Trainer und Betreuer Kramer, Anton; Cissè, Lamine

[Bearbeiten] 2. Mannschaft

Torhüter Deitert, Felix; Geiger, Christian; Vögele, Julian

Abwehr Bedir, Volkan; Gökhan, Sakal; Immel, Marcus; Niedermeyer, Sebastian; Prosch, Willi; Schneider, Hanny; Sotta, Michael; Zang, Markus; Zehnder, Martin

Mittelfeld Duczek, Jaczek; Emonds, Mahir Jonas; ; Zdebik, Andreas; Zubac, Dino

Sturm Genheimer, Yannick; Kerbler, Michael; Mager, Ionel; Ramaj, Ismir; Rudi, Jakob

Trainer und Betreuer Trainer: Lamine Cissé (seit März 2011); Betreuer: Rosi Orner + Klaus Orner (seit 07.2009)

[Bearbeiten] Stadionzeitung

Die Stadionzeitung der Kickers heißt Rothosenjournal, umfasst im Schnitt etwa 40-50 Seiten und ist an Spieltagen am Eingang des Stadions erhältlich. Nach dem Spiel kann man die Zeitung als PDF von der Vereinsseite herunterladen.[5]

[Bearbeiten] Fans / Fanfreundschaft / Rivalität

  • Die Zuschauerzahl der Kickers ist stark schwankend und vom Gegner abhängig. Vor allem Spiele gegen Schweinfurt 05 und den örtlichen Rivalen Würzburger FV sind am besten besucht. Aktive Fans finden sich im Schnitt etwa 40 bis 50 pro Heimspiel im Fanblock "B" der Haupttribüne (Stehplatzbereich) ein.
  • Die aktiven Anhänger der Würzburger Kickers treten als "B-Block Würzburg" auf. Gruppen im B-Block sind die "Sektion Platzverbot", "Linie 5", "Natural Born Kickers", "Fettschmelzenmongos" und die "Dallenberg Street Elite" (DSE). Es gibt regelmäßig Busse oder gemeinsame Zugfahrten von B-Block Würzburg zu Auswärtsspielen. Seite von B-Block Würzburg.
  • B-Block Würzburg ist Mitinitiator der Kampagne "Pyrotechnik legalisieren - Emotionen respektieren". Die Kampagne wird auch vom Verein selbst unterstützt.
  • Eine Fanfreundschaft besteht seit einigen Jahren zu den aktiven Fans des ebenfalls 1907 gegründeten FC Augsburg.
  • Größter Rivale ist der Würzburger FV, der jedoch gegenwärtig eine Klasse höher spielt (Bayernliga). Ein weiterer Rivale ist der FC Schweinfurt 05 (Bayernliga).

[Bearbeiten] Literatur

  • Rainer Adam: FC Würzburger Kickers e. V. 1907–2007, Würzburg/Sanderau, 2007

[Bearbeiten] Weblink

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Satzung der Würzburger Kickers
  2. Main-Post: 100 Jahre Hockey in Würzburg
  3. Information in der Stadionzeitung
  4. Info auf der Kickers-Homepage
  5. Info auf der FWK-Homepage